Bieryoga

Im www fragte jemand nach Bier-Yoga für einen Junggesellenabschied, suchte gezielt nach Yogalehrer*innen, die wissen, was sie tun…und wurde verrissen. Das sei kein Yoga, die Philosophie wäre wichtig, gar Blasphemie wurde vorgeworfen.

Wie jemand auf die Matte findet, so finde ich, ist völlig schnuppe. Ob durch Bier oder Ashtanga, bei Power oder Yin, mit Guru oder Sportverein, aufgrund philosophischen Interesses oder schlicht zur Leibes Ertüchtigung…Es beginnt deine ureigene Beziehung mit Yoga. Keiner kann sie dir beschreiben, sie lässt sich nur erfahren. Auf deine eigene, ganz unbeschreibliche Art.

Zur Yogastunde gehört ein Sankalpa, auch Samkalpa, eine Absicht, ein Vorsatz, ein Wille oder Wunsch.
Eine Entscheidung, die unseren Gedanken eine Richtung gibt: „Ich nehme mich selbst nicht so ernst, mein Bier aber schon“.

Und hier wird diese Stunde unerwartet zu Yoga: Ich bin die Sonne, ganz sicher. Jedoch: meine Mitmenschen ebenso. Ich tue gut daran, die Welt nicht nur durch meine Augen zu sehen und nicht alles zu glauben, was ich denke. Ich bin nicht der Nabel der Welt und nicht das Maß aller Dinge, auch wenn es mir, und nur mir, manchmal so scheint. Der berühmte Sack Reis in China fällt wahrscheinlich auch nicht um, weil er mich ärgern möchte.

Lass uns gemeinsam üben. Ich nehme mich selbst nicht so ernst, mein Bier aber schon. Eine kraftvolle Stunde Hatha Yoga. Bring ein Bier deiner Wahl mit, ich freue mich auf dich.

2 Kommentare zu „Bieryoga“

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